KI-Sichtbarkeitsindex PR-Agenturen · Deutschland, Österreich, Schweiz
PR-Agenturen in der KI: Bekannte Namen vorn, bei Themen Spezialisten
Welche PR-Agenturen nennen ChatGPT, Claude, Gemini, Mistral und Google AI Mode, wenn man sie nach einer Agentur in Deutschland, Österreich oder der Schweiz fragt? aclipp hat das 17 Tage lang gemessen. Vorn liegen bekannte Häuser: fischerAppelt in Deutschland, ikp in Österreich, Team Farner in der Schweiz. Wer nach einem bestimmten Thema fragt, bekommt oft andere Namen genannt.
Das Wichtigste in Kürze
- Bekannte Häuser vorn: fischerAppelt in Deutschland (37 % der Antworten), ikp in Österreich (50 %), Team Farner in der Schweiz (51 %).
- Bei Themen liegen oft andere Agenturen vorn. In 27 von 51 Themenfeldern führt eine Agentur außerhalb der Top 10 des Landes: in Deutschland in 11, in der Schweiz in 9, in Österreich in 7 von je 17.
- Bei der Unternehmensgröße bleiben die bekannten Namen vorn. Mittelstand, 200 Mitarbeitende, internationaler Konzern: In allen drei Ländern führt jeweils eine Top-10-Agentur.
- Jedes Land hat eigene Quellen. In Deutschland PR-Journal mit dem Pfeffer-Ranking, in Österreich medianet und HORIZONT, in der Schweiz die Verbandsliste der Leading Swiss Agencies (16 % der Antworten).
- Shortlist statt Nr. 1. Nur in 4,4 % der ausgewerteten Antworten stellt die KI eine Agentur ausdrücklich vor alle anderen. Und die Systeme sind sich selten einig: In Deutschland steht keine Agentur bei allen fünf in den Top 10.
- Dauerhafter Index: Ab 1. November 2026 erscheint der Index monatlich. Rankings und Agenturen sind ab sofort online durchsuchbar.
Spremberg, 28. September 2026. Wer eine PR-Agentur sucht, fragt zunehmend auch ChatGPT und Co. Welche Agenturen dort genannt werden, hat die PR-Analytics-Plattform aclipp vom 6. bis 22. September 2026 täglich gemessen: 96 Fragen, 7.797 ausgewertete Antworten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Deutschland nennen die KI-Systeme fischerAppelt am häufigsten, in 37 Prozent der Antworten. In Österreich liegt ikp vorn (50 Prozent), in der Schweiz Team Farner (51 Prozent). Sobald jemand eine Agentur für ein bestimmtes Thema sucht, liegen in allen drei Ländern oft andere Agenturen vorn.
Top 5 je Land
| Deutschland | Österreich | Schweiz | |||
|---|---|---|---|---|---|
| fischerAppelt | 37 % | ikp | 50 % | Team Farner | 51 % |
| Edelman | 30 % | Martschin & Partner | 37 % | KONTX | 25 % |
| MSL | 18 % | Grayling | 33 % | furrerhugi | 23 % |
| Ketchum | 16 % | Himmelhoch | 29 % | Brand Affairs | 20 % |
| Serviceplan | 16 % | Ketchum | 27 % | Burson | 16 % |
Anteil der Antworten im jeweiligen Länderranking (Fragen ohne Stadtbezug), in denen die Agentur genannt wird. 6. bis 22.9.2026.
Allgemeine Fragen, bekannte Namen. Bestimmte Themen, Spezialisten.
Je Land hat aclipp nach 17 Themenfeldern gefragt: Disziplinen, Branchen und Unternehmensgrößen. In Deutschland liegt in 11 davon eine Agentur vorn, die im Länderranking nicht unter den ersten zehn steht. Bei interner und Change-Kommunikation nennen die Systeme komm.passion in 85 Prozent der Antworten, bei B2B-Tech und Software additiv. PR (83 Prozent). In der Schweiz gilt das für 9 von 17 Themenfeldern, etwa für Kingfluencers bei Influencer-Kampagnen (94 Prozent). In Österreich ist das Muster schwächer, aber vorhanden: In 7 von 17 Themenfeldern führt eine Agentur außerhalb der Top 10, etwa FOLLOW Austria bei Influencer-Kampagnen (91 Prozent). Bei Krisenkommunikation dagegen liegt in Österreich die Nr. 1 des Länderrankings vorn, ikp mit 90 Prozent.
Vier Themenfelder gehen in allen drei Ländern an Agenturen außerhalb der Top 10: Influencer und Creator, Public Affairs, Energie und Cleantech sowie Automotive und Mobilität. Umgekehrt bleiben die Fragen nach der Unternehmensgröße bei den bekannten Namen: Beim Mittelstand führen fischerAppelt in Deutschland (64 Prozent), Himmelhoch in Österreich (78 Prozent) und Team Farner in der Schweiz (70 Prozent), beim internationalen Konzern Edelman (81 Prozent), Ketchum (80 Prozent) und Team Farner (74 Prozent).
Vier Themenfelder, drei Länder: die Nr. 1
| Themenfeld | Deutschland | Österreich | Schweiz |
|---|---|---|---|
| Influencer & Creator | Intermate Group 72 % | FOLLOW Austria 91 % | Kingfluencers 94 % |
| Public Affairs | ORCA Affairs 51 % | communication matters 86 % | Les Tailleurs Communication 96 % |
| Energie & Cleantech | GlobalCom 75 % | Oseon 63 % | GlobalCom 56 % |
| Automotive & Mobilität | TEAM LEWIS 85 % | Paua Kommunikation 100 % | TEAM LEWIS 91 % |
Anteil der Antworten, in denen die Agentur beim jeweiligen Themenfeld genannt wird. Alle zwölf sind im Länderranking nicht unter den Top 10. Public Affairs jeweils bezogen auf die Hauptstadt (Berlin, Wien, Bern). Je Themenfrage rund 80 Antworten. 6. bis 22.9.2026.
„Bei den allgemeinen Fragen gewinnen die bekannten Namen. Sobald jemand eine Agentur für ein konkretes Thema sucht, Krise, Public Affairs oder Influencer, sieht die Liste ganz anders aus. Da kommen oft Spezialisten nach vorn, die im Gesamtranking kaum auftauchen“, sagt Sascha Kirstein, Gründer und CEO von aclipp.
Jedes Land hat seine eigenen Quellen
In Deutschland ist PR-Journal mit der Ranking-Datenbank und dem Pfeffer-Ranking das meistzitierte Fachmedium: Es steht in 272 Antworten zu Deutschland als Quelle, vor PR Report (114) und HORIZONT (101). Der Verband GPRA kommt auf 3 Prozent der deutschen Antworten. An der Spitze decken sich dieses Umsatzranking und die KI-Sichtbarkeit, dahinter gehen beide Listen weit auseinander.
In Österreich stützen sich die Systeme ebenfalls vor allem auf Fachmedien: Die Agenturliste von medianet steht in 198 österreichischen Antworten als Quelle, das HORIZONT PR-Agentur-Ranking in 197, das sind jeweils rund 9 Prozent. Der Verband PRVA kommt auf 5,6 Prozent. In der Schweiz ist es eine Verbandsliste: Die Mitgliederliste der Leading Swiss Agencies steht in 385 Antworten, 16 Prozent aller Schweizer Antworten, und damit häufiger als jedes Fachmedium. persoenlich.com folgt mit 193 Antworten. Agenturverzeichnisse wie Sortlist spielen überall mit: Verzeichnisse und Vermittler sind in Deutschland in 58 Prozent der Antworten als Quelle angegeben, in der Schweiz in 43 Prozent, in Österreich in 36 Prozent.
Dazu kommt die eigene Website der Agenturen: Über alle drei Länder gerechnet zitieren die Systeme in 81 Prozent der Antworten, in denen TEAM LEWIS genannt wird, die Website der Agentur, bei ikp in 80 Prozent. Bei der Influencer-Frage in Österreich zitieren die Systeme in 99 Prozent der Fälle, in denen FOLLOW Austria genannt wird, die agentureigene Website, in der Schweiz bei Kingfluencers in 88 Prozent.
„Die Systeme greifen auf das zurück, was im Netz steht: die eigene Website, Verzeichnisse, Rankings. Welche Quellen dabei zählen, ist aber offenbar von Land zu Land verschieden. In der Schweiz ist es eher die Verbandsliste, in Deutschland und Österreich sind es eher die Fachmedien mit ihren Rankings“, sagt Kirstein.
Shortlist statt Nr. 1
Eine klare Nr. 1 nennen die Systeme selten: Nur in 4,4 Prozent der 7.797 ausgewerteten Antworten (346) stellt die KI eine Agentur ausdrücklich vor alle anderen. Meist bekommt man eine Liste mit mehreren Namen, und die fünf Systeme kommen oft zu unterschiedlichen Ergebnissen. In Deutschland steht keine Agentur bei allen fünf Systemen in den Top 10. In Österreich stehen ikp, Martschin & Partner und Himmelhoch überall in den Top 10, zusammen nennen die fünf Top-10-Listen aber 24 verschiedene Agenturen. In der Schweiz setzen alle fünf Systeme Team Farner auf Platz 1, dahinter tauchen in den fünf Listen 25 verschiedene Agenturen auf.
Der Index geht weiter
Aus der ersten Messung wird ein dauerhafter Index. Ab dem 1. November 2026 veröffentlicht aclipp die Ergebnisse monatlich, jeweils zum Monatsersten. Die Rankings für Deutschland, Österreich und die Schweiz, alle Agenturen zum Durchsuchen und die Originalprompts stehen ab sofort unter aclipp.com/de/pr-agencies/ki-sichtbarkeitsindex.
Für die monatliche Messung hat aclipp das Prompt-Set überarbeitet. Einige Fragen der ersten Welle haben Thema und Stadt vermischt, und nicht jedes Thema wurde in allen drei Ländern gleich abgefragt. Das neue Set fragt Themen je Land und Städte getrennt ab, mit fester Gewichtung pro Land. Gemessen wird dann mit den drei meistgenutzten Systemen ChatGPT, Gemini und Claude. Die Septemberwerte sind damit der Auftakt, keine Vergleichsbasis für die folgenden Monate.
„Wie Agenturen in KI-Antworten auftauchen, ist nicht in Stein gemeißelt. Deshalb messen wir dauerhaft, legen Fragen und Methodik offen und zeigen jeden Monat transparent, wo jede Agentur steht“, sagt Kirstein.
Methodik
- Erhebung: aclipp, eigene Messung mit der aclipp-Funktion AI Visibility, ohne Auftraggeber
- Zeitraum: 6. bis 22. September 2026, tägliche Abfrage
- Fragen: 96 typische Suchanfragen nach PR-Agenturen. Deutschland 41: 19 ohne Stadtbezug (2 allgemeine Empfehlungen, 16 Themenfelder, 1 Sprachtest auf Englisch) und 22 mit Stadtbezug in 7 Städten. Österreich 26: 19 ohne Stadtbezug, 7 mit Stadtbezug in Wien und Graz. Schweiz 29: 19 ohne Stadtbezug, 10 mit Stadtbezug in Zürich, Bern und Basel. Public Affairs wird jeweils in der Hauptstadt gefragt und ist das 17. Themenfeld. Standort der Abfrage jeweils im Land.
- KI-Systeme: ChatGPT, Claude, Gemini, Mistral und Google AI Mode. Gemini und Mistral an einzelnen Tagen unvollständig. Google AI Overview nur am 6.9., diese Antworten sind in der Datenbasis enthalten.
- Datenbasis: 7.797 ausgewertete Antworten, davon 4.875 in den Länderrankings (Fragen ohne Stadtbezug), der Rest in den Stadtfragen. Je Themenfrage rund 80 Antworten. Genannte Agenturen: 757 in Deutschland, 504 in Österreich, 676 in der Schweiz.
- Studie und Index: Die Zahlen dieser Mitteilung sind die Ergebnisse der Studie (Welle 1). Auf Basis dieser Daten hat aclipp den dauerhaften KI-Sichtbarkeitsindex aufgebaut. Dafür wurden die Agenturnamen weiter bereinigt, Varianten zusammengeführt und Einträge ohne PR-Bezug entfernt. Ränge und Werte im Index können deshalb von den Zahlen der Studie abweichen.
- Auswertung: Agenturnamen per KI-Extraktion (Mistral Small) aus jeder Antwort gelesen, nur was wörtlich im Text steht. Schreibvarianten zusammengeführt; Verzeichnisse, Verbände und Medien zählen nicht als Agentur. Quellen: von den KI-Systemen zitierte Websites.
- Sichtbarkeit: Anteil der Antworten, in denen eine Agentur genannt wird. KI-Antworten schwanken von Tag zu Tag, die Werte sind über den gesamten Zeitraum gemittelt. Das Länderranking mittelt über alle Fragen ohne Stadtbezug. Eine Agentur, die nur in einem Themenfeld stark ist, kann dort deshalb nicht vorn liegen.
- Einordnung: Sichtbarkeit ist keine Aussage über die Qualität einer Agentur. Sie zeigt, welche Agenturen die KI-Systeme bei typischen Fragen kennen und nennen.
- Unabhängigkeit: Kundenbeziehungen hatten keinen Einfluss auf Erhebung und Auswertung der Daten.
- Fortsetzung: monatlich zum Monatsersten ab 1. November 2026, mit überarbeitetem Prompt-Set und den KI-Systemen ChatGPT, Gemini und Claude. Die Werte aus Welle 1 sind deshalb nicht direkt mit späteren Monaten vergleichbar.
Rankings, alle Agenturen und Originalprompts: aclipp.com/de/pr-agencies/ki-sichtbarkeitsindex
Hintergrund im Blog: aclipp.com/de/blog/ki-sichtbarkeitsindex-pr-agenturen
Studiendaten (Länderrankings und Prompts): aclipp.com/de/press
Grafiken in hoher Auflösung und das vollständige Datenpaket stellen wir auf Anfrage zur Verfügung. Sascha Kirstein steht für Interviews und Hintergrundgespräche zur Methodik zur Verfügung.
Über aclipp
aclipp ist die europäische PR-Analytics-Plattform, mit der Kommunikationsteams und PR-Agenturen belegen, was ihre Arbeit bewirkt: in klassischen Medien und in KI-Antworten. Media Monitoring, AI Visibility (GEO) und Reporting in einem Workspace, entwickelt in Deutschland. Das gründergeführte Unternehmen wurde 2020 gegründet und arbeitet mit über 100 Agenturen und Unternehmen in DACH und Europa.
Pressekontakt
Sascha Kirstein, Gründer und CEO
hello@aclipp.com
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