Earned Media und KI-Sichtbarkeit: Welche Clippings führen zu ChatGPT-Empfehlungen?
Wie Earned Media KI-Antworten prägt, welche Clippings zitiert werden und wie ihr die Verbindung im PR-Report messt.
Sascha KirsteinWenn Entscheider ChatGPT nach den besten Anbietern einer Kategorie fragen, stützt sich die Antwort häufig auf externe Quellen. Redaktionelle Berichterstattung, Analysten-Erwähnungen und Fachmedien können deshalb mitprägen, wie KI-Assistenten eine Marke beschreiben und ob sie sie empfehlen.
Dieser Leitfaden zeigt, welche Earned-Media-Platzierungen dafür besonders wertvoll sind und wie ihr die Verbindung zwischen Clippings und KI-Antworten messt.
Warum Earned Media jetzt prägt, was die KI über euch sagt
Klassische PR-Kennzahlen zeigen Reichweite und Resonanz. KI-Sichtbarkeit ergänzt eine andere Frage: Gibt es genügend aktuelle, klare und glaubwürdige Quellen, damit ein KI-System eure Marke richtig einordnet?
Aktuelle Analysen von Millionen KI-Citations zeigen, dass Earned und News Media rund 37 bis 40 % der zitierten Quellen ausmachen. Das bedeutet nicht, dass jedes Clipping automatisch in einer KI-Antwort auftaucht. Es zeigt aber, warum hochwertige Drittvalidierung auch über die unmittelbare Medienreichweite hinaus wertvoll ist.
Welche Clippings KI-Empfehlungen auslösen
Nicht jedes Clipping ist gleich relevant. Besonders hilfreich sind:
| Eigenschaft | Warum sie zählt |
|---|---|
| Vertrauenswürdige Fachmedien | Sie liefern unabhängige Einordnung und werden in ihrem Thema häufiger herangezogen |
| Aktuelle, wiederholte Coverage | Konsistente Aussagen helfen, eine Marke eindeutig einzuordnen |
| Konkrete Fakten und Daten | Klare, belegbare Aussagen lassen sich leichter zitieren |
| Einheitliche Namen und Begriffe | Konsistente Schreibweisen vermeiden widersprüchliche Markensignale |
Eine Erwähnung und eine Citation sind dabei nicht dasselbe. Eine Erwähnung zeigt, dass eure Marke in der Antwort vorkommt. Eine Citation zeigt, welche konkrete Quelle die Aussage stützt. Beides sollte getrennt gemessen werden.
So messt ihr den Weg vom Clipping zur KI-Antwort
Ein kompakter monatlicher Workflow reicht für den Einstieg:
- Definiert ein festes Prompt-Set. Nutzt Fragen, die Kunden, Journalisten oder Analysten tatsächlich zu eurer Kategorie stellen.
- Testet regelmäßig mehrere KI-Anbieter. Wiederholte Messungen sind aussagekräftiger als eine einzelne Momentaufnahme.
- Erfasst Erwähnungen und Quellen. Dokumentiert, wann eure Marke erscheint und welche Seiten zitiert werden.
- Gleicht Citations mit euren Clippings ab. So erkennt ihr, welche Platzierungen tatsächlich in KI-Antworten einfließen.
- Beobachtet Trends und Lücken. Vergleicht eure Sichtbarkeit mit relevanten Wettbewerbern und nutzt fehlende Themen oder Quellen für die nächste Medienplanung.
Im Reporting genügen dafür zunächst drei Perspektiven: die Häufigkeit eurer Markenerwähnungen, euer Anteil gegenüber Wettbewerbern und die Quellen, auf denen die Antworten beruhen. Messt zum Beispiel wöchentlich und fasst die Entwicklung monatlich zusammen. Da KI-Antworten zwischen einzelnen Läufen schwanken, ist der Trend verlässlicher als eine einzelne Prüfung.
Fazit
Earned Media erreicht nicht nur Leser, sondern kann auch die Quellenbasis von KI-Antworten prägen. Für PR-Teams lohnt es sich deshalb, neben Reichweite und Resonanz auch Markenerwähnungen, Citations und deren Entwicklung zu beobachten.
Mit aclipp könnt ihr Clippings und KI-Sichtbarkeit gemeinsam auswerten. Für den größeren Kennzahlen-Kontext lest auch unseren Leitfaden zu PR-Kennzahlen 2026.
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