FAFGA-Studie · KI-Sichtbarkeit im Tourismus
Winterurlaub in Österreich? ChatGPT und Co. antworten zur Hälfte mit Tirol
aclipp-Studie zur FAFGA: Bei Urlaubszielen liegt Tirol in den Antworten von ChatGPT, Claude und Gemini vorn, bei Hotels ist das Feld noch offen.
Das Wichtigste in Kürze
- Tirol ist das Winterland der KI. Bei Fragen nach Winterurlaubszielen in Österreich entfallen je nach Assistent 49 bis 54 Prozent der genannten Orte auf Tirol, auf Salzburg 26 bis 34 Prozent.
- Im Sommer vorn, mit kleinerem Abstand. Tirol kommt auf 28 bis 38 Prozent, dahinter je nach Assistent Steiermark, Kärnten oder Salzburg.
- Bei Hotels ist das Rennen offen. Bei Familienhotels liegt bei ChatGPT und Gemini Salzburg vorn, bei Claude Tirol. Kein Abstand ist größer als die Schwankungsbreite.
- Zwei Anfragen, zwei Antworten. Stellt man dieselbe Frage zweimal, taucht im Median nur rund jeder fünfte genannte Betrieb wieder auf.
- Jeder Assistent nennt andere Häuser und liest an anderen Stellen nach: ChatGPT vor allem auf den Websites der Betriebe, Claude eher auf Buchungsportalen und in Reiseführern.
Innsbruck, 28. September 2026. Wer ChatGPT, Claude oder Gemini nach einem Winterurlaub in Österreich fragt, bekommt überwiegend Tiroler Orte genannt. Das zeigt eine Datenstudie der PR-Analytics-Plattform aclipp, die rund um die Tourismusfachmesse FAFGA in Innsbruck entstanden ist. Vom 17. bis 20. September 2026 hat aclipp den drei KI-Assistenten 116 typische Urlauberfragen zu Hotels, Urlaubsorten und Lokalen gestellt und 2.952 Antworten ausgewertet. Bei Winterurlaubszielen entfallen je nach Assistent 49 bis 54 Prozent der genannten Orte auf Tirol. Bei Hotels dagegen gibt es noch keinen Heimvorteil.
Tirol ist das Winterland der KI
Bei Fragen nach Winterurlaubszielen in Österreich entfallen 49 bis 54 Prozent der Nennungen auf Tirol, auf Salzburg 26 bis 34 Prozent. Tirol liegt in allen sechs Kombinationen aus Assistent und Standort (Österreich, Deutschland) vorn, in fünf davon mit sicherem Abstand. Die Winterfragen zielen überwiegend auf Skiurlaub. In 92 bis 100 Prozent der Winterantworten fällt mindestens ein Tiroler Name.
Im Sommer liegt Tirol ebenfalls vorn, aber mit kleinerem Abstand. Bei Sommerurlaubszielen kommt Tirol auf 28 bis 38 Prozent. Dahinter liegen je nach Assistent Steiermark, Kärnten oder Salzburg. In drei der sechs Kombinationen ist der Abstand zu Kärnten allerdings nicht belastbar.


Bei Hotels ist das Rennen offen
Bei Familienhotels liegt bei ChatGPT und Gemini Salzburg vorn, bei Claude Tirol. Bei Wellness- und Romantikhotels liegt meist Tirol vorn. In keinem Fall ist der Abstand größer als die Schwankungsbreite.
Auch die einzelnen Namen sind wenig stabil. Stellt man demselben Assistenten dieselbe Frage zweimal, taucht im Median nur rund jeder fünfte genannte Betrieb wieder auf, Hotels und Lokale zusammengerechnet. Und jeder Assistent nennt andere Häuser: Bei derselben Frage am selben Tag nennen ChatGPT und Claude in 44 Prozent der Fälle keinen gemeinsamen Betrieb, Claude und Gemini in 50 Prozent, ChatGPT und Gemini in 34 Prozent.
Die Assistenten lesen dabei an unterschiedlichen Stellen nach. ChatGPT zitiert zu 55 Prozent die Websites der Betriebe selbst, Claude eher Buchungs- und Bewertungsportale (38 Prozent) und redaktionelle Reiseführer (26 Prozent). Die Quellenzahlen sind Näherungen; für Gemini liefert die Abfrage keine Quellen.
„Wer ChatGPT, Claude oder Gemini nach einem Winterurlaub in Österreich fragt, bekommt zur Hälfte Tirol“, sagt Sascha Kirstein, Gründer und CEO von aclipp. „Bei Urlaubszielen hat Tirol einen klaren Heimvorteil, bei Hotels nicht. Die Marke Tirol zieht, die einzelnen Häuser müssen sich ihre Sichtbarkeit selbst erarbeiten.“
„Bei Hotels legen sich die KI-Assistenten noch nicht fest. Stellt man dieselbe Frage zweimal, taucht bei Hotels und Lokalen nur rund jeder fünfte Name wieder auf, und jeder Assistent nennt andere Häuser“, so Kirstein. „Auf der FAFGA war das Interesse der Hoteliers am Thema groß, viele wissen aber noch nicht, wo sie anfangen sollen. Für die Tiroler Betriebe ist das eine Chance: Wer sich jetzt darum kümmert, trifft auf ein offenes Feld.“
Die meistgenannten Tiroler Namen
- Urlaubsorte: Achensee und Zillertal vorn, dann Seefeld, Mayrhofen und St. Anton am Arlberg.
- Skigebiete: SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental und Serfaus-Fiss-Ladis praktisch gleichauf, dann Sölden und der Stubaier Gletscher.
- Hotels: Das Interalpen-Hotel Tyrol (Telfs-Buchen) mit deutlichem Abstand, dahinter nahezu gleichauf Romantik & Spa Hotel Alpen-Herz (Ladis), Das Central (Sölden) und SPA-Hotel Jagdhof (Neustift im Stubaital).
- Lokale: Oniriq und Lichtblick (beide Innsbruck) praktisch gleichauf, dann Sitzwohl und die Wilderin. Ein Teil der Fragen war ausdrücklich nach Innsbruck gestellt.
„Genannt heißt nicht beste“, ergänzt Kirstein. „Wir messen, welche Namen die Assistenten nennen, wenn Urlauber sie fragen. Über die Qualität eines Hauses sagt das nichts.“
Methodik
- Erhebung: aclipp, eigene Messung mit der aclipp-Funktion AI Visibility, ohne Auftraggeber
- Zeitraum: 17. bis 20. September 2026
- KI-Assistenten: ChatGPT, Claude und Gemini
- Fragen: 116 typische Urlauberfragen zu Hotels, Urlaubsorten und Lokalen, alle zu Urlaub in Österreich, auf Deutsch und Englisch, mit den Standorteinstellungen Deutschland, Österreich und Großbritannien. 199 Kombinationen, jede drei- bis sechsmal je Assistent.
- Datenbasis: 2.952 ausgewertete Antworten
- Bundesländer-Anteile: beruhen auf deutschsprachigen Fragen zu Österreich und werden je Assistent und Standort getrennt ausgewiesen, mit Schwankungsbreite aus 2.000 Ziehungen über die Fragen eines Themas.
- Auswertung: Die genannten Namen wurden mit einem Sprachmodell ausgelesen und automatisch gegen den Originaltext geprüft, die veröffentlichten Tiroler Namen zusätzlich per Websuche auf Existenz und Standort. Eine händische Prüfung der Auslesung gab es nicht, eine Fehlerquote ist deshalb nicht beziffert.
- Abgrenzung: Südtirol zählt nicht zu Tirol, Osttirol schon.
- Fragen: von aclipp zusammengestellt und typischen Urlauberfragen nachempfunden, aber keine Stichprobe echter Nutzeranfragen.
- Einordnung: Genannt heißt nicht beste. Die Studie misst, welche Namen die Assistenten nennen, nicht die Qualität eines Hauses.
Alle Grafiken stehen im Medienkit zum Download. Das Datenpaket und alle Rohdaten (Fragen und Antworten) stellen wir auf Anfrage zur Verfügung. Sascha Kirstein steht für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung.
Über aclipp
aclipp ist die europäische PR-Analytics-Plattform, mit der Kommunikationsteams und PR-Agenturen belegen, was ihre Arbeit bewirkt: in klassischen Medien und in KI-Antworten. Media Monitoring, AI Visibility (GEO) und Reporting in einem Workspace, entwickelt in Deutschland. Das gründergeführte Unternehmen wurde 2020 gegründet und arbeitet mit über 100 Agenturen und Unternehmen in DACH und Europa.
Pressekontakt
Sascha Kirstein, Gründer und CEO
hello@aclipp.com
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aclipp-Studie: Dieselbe Frage zweimal gestellt, und nur rund jeder fünfte genannte Betrieb taucht wieder auf. Die eigene Website ist die Quelle, auf die ein Hotel selbst am ehesten Einfluss hat.
Medienkit zur Pressemitteilung
Pressemitteilung (PDF)
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Grafik: Winterurlaub, Tirol vor Salzburg
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Grafik: Sommerurlaub nach Bundesland
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Grafik: Hotels, mal Tirol, mal Salzburg vorn
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Grafik: Tirols meistgenannte Hotels, Orte, Skigebiete
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Grafik: Tiroler Urlaubsorte
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Grafik: Hotels in Tirol
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Grafik: Skigebiete in Tirol
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Grafik: Lokale in Tirol
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