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Agility-PR-Solutions-Alternativen 2026: PR-Plattformen im Vergleich

Agility-Alternativen im Vergleich: Mediendatenbank, Monitoring-Kanäle, Reporting, KI-Sichtbarkeit und wer den Preis veröffentlicht.

Sascha KirsteinSascha Kirstein
In diesem Artikel

Agility PR Solutions deckt fast den gesamten PR-Arbeitsablauf in einer Plattform ab: eine Mediendatenbank mit 1,1 Millionen geprüften Kontakten, Outreach-Werkzeuge, Beobachtung und Reporting. Der Presseversand steht separat als Zusatzleistung und gehört nicht zum Abo. Beim Monitoring lohnt der genaue Blick: Online, Broadcast und Social sind für alle Monitoring-Kundinnen und -Kunden enthalten, für Print fallen laut Anbieter Lizenzgebühren an, und Fachpublikationen sowie Podcasts nennt Agility als auf Anfrage oder je nach Paket beobachtbar. Insgesamt indexiert das Unternehmen jährlich über 2 Milliarden Medienbeiträge. Wer die Auswertung nicht selbst machen will, bucht Managed Services mit Analystinnen und Analysten dazu.

Die KI-Ebene heißt PR CoPilot, und dort ist zuletzt viel dazugekommen. Canvas macht aus Berichterstattung einen visuellen Report mit eingebetteten Social Posts. Der Agility Agent nimmt eine Aufgabenstellung in normaler Sprache entgegen, ohne Boolesche Suche, und liefert einen Report, den ihr direkt weitergeben könnt. Visibility Intelligence, die jüngste Ergänzung, verfolgt, wie die Marke in KI-Antworten erscheint, welche Quellen diese Antworten speisen und welche Medien sich daraus als Zielmedien ergeben.

Dahinter steckt ein Detail, das viele übersehen. Agility ist eine Tochter von Innodata Inc., dem an der Nasdaq notierten Datenunternehmen, das die Firma 2014 übernommen hat, damals noch unter dem Namen MediaMiser. Die Agility-Plattform kam 2016 über eine separate Übernahme dazu. Bis 2025 wies Innodata Agility als eigenes Segment in seinen Unterlagen aus. Das hat sich 2026 geändert: Innodata berichtet seit dem ersten Quartal 2026 als ein einziges operatives Segment, die separate Finanzkennzahl zu Agility entfällt damit. Das Produkt sitzt in einem Konzern, dessen Schwerpunkt KI-Datendienste sind und nicht Kommunikationssoftware.

Zwei kaufmännische Punkte solltet ihr früh klären. Preise gibt es nur auf Anfrage, und der Standardabrechnungszyklus ist jährlich. Und Agility gibt an, überwiegend in USD, CAD und GBP abzurechnen, außerhalb dieser Regionen kann eine Währungsumrechnung anfallen. Wer in Euro budgetiert, sollte das früh ansprechen.

Was ihr bei einer Agility-Alternative prüfen solltet

  1. Deckt die Datenbank die Medien ab, die ihr wirklich anschreibt? Die öffentlichen Seiten von Agility führen zu Demo und Preisgespräch. Fragt dort, ob ihr die Datenbank selbst testen könnt, und lasst in jedem Fall fünf konkrete Zielmedien nachschlagen. Kontaktzahlen klären nichts. 1,1 Millionen Kontakte sagen nichts über deutsche Fachpresse oder österreichische Regionalmedien.
  2. Welche Monitoring-Kanäle gelten in eurem Land? Print- und Broadcast-Abdeckung schwankt stark je Markt, und globale Feature-Listen erwähnen das selten.
  3. Sind Pressespiegelrechte enthalten? Wer Berichterstattung in Deutschland intern verteilt, hat eine eigene Lizenzfrage, und die internationalen Plattformen in diesem Vergleich führen sie nicht als Teil ihres Monitorings auf.
  4. Ist das Reporting ein Dashboard oder ein Ergebnis? Lasst euch ein Monats-PDF aus euren eigenen Testdaten bauen, keinen Demo-Screenshot.
  5. Was kostet KI-Sichtbarkeit separat? Mehrere Suiten in diesem Vergleich packen sie ins Gesamtangebot, statt sie einzeln auszupreisen. Fragt nach dem Einzelpreis.
  6. Welche Währung und welche Laufzeit? Jahresabrechnung in Fremdwährung verändert die tatsächlichen Kosten stärker als die meisten Funktionsunterschiede.

Agility und seine Alternativen im Vergleich

ToolAm besten geeignet fürMediendatenbank und OutreachMonitoring und ReportingÖffentlicher Einstiegspreis
Agility PR SolutionsOutreach und Beobachtung in einer Plattform1,1 Mio.+ Kontakte; Presseversand als ZusatzOnline, Broadcast und Social enthalten; Print lizenzpflichtig, Podcasts je Paket; PR CoPilotIndividuell; i. d. R. Jahresabrechnung, überwiegend USD, CAD, GBP
aclippPR-Messung und präsentationsfertige ReportsKeine JournalistendatenbankEigenes Monitoring plus Integrationen, eigene KPIs, White-Label-PDF, optionale KI-SichtbarkeitPR Analytics ab 99 €/Monat, jährliche Abrechnung
Muck RackJournalistenrecherche und PitchingGroße Datenbank mit KI-EmpfehlungenOnline; Print, Broadcast und Social als Zusatzmodule; Generative Pulse ab PremierIndividuell; Anbieterrichtwert 5.000 bis 53.000 $/Jahr
Semrush AI PR ToolkitOutreach mit veröffentlichten PreisenGlobale Datenbank, KI-Pitching, E-Mail-StatistikOnline-Monitoring ab Pro; Dashboards und WettbewerbsbeobachtungBase ab 149 $/Monat, jährliche Abrechnung
CisionOneVollständige Enterprise-PR-Suite500.000+ geprüfte Journalisten und MedienOnline, Print, TV, Radio, Podcasts, Social und AI VisibilityIndividuell
MeltwaterGlobale Media IntelligenceMedienkontakte innerhalb der SuiteOnline, Print, Broadcast, Social, Dashboards und GenAI LensIndividuell; unverbindlicher US-Richtwert ab 10.000 $/Jahr
OnclusiveEuropäische Reichweite und lizenzierte Pressespiegel300.000+ DSGVO-konforme KontakteOnline, Print, Broadcast, Social, Pressespiegel und GEO AnalyticsIndividuell; GEO Analytics ab 105 $/Monat im Jahrespaket
OBSERVERBetreute DACH-Beobachtung und PressespiegelKeine Mediendatenbank als ProduktPrint, Online, Social, Radio, TV, Podcasts, MIO und Prompt-MonitoringIndividuell

Preise geprüft am 25. August 2026. Die Muck-Rack-Spanne stammt aus dem eigenen Messungsartikel des Anbieters; die Meltwater-Zahl ist ein unverbindlicher US-Richtwert, kein Listenpreis.

Die sieben Alternativen im Detail

1. aclipp: am besten, wenn das Reporting die schmerzhafte Stelle ist

aclipp ersetzt weder die Datenbank noch den Presseversand von Agility. Beides gibt es nicht. Ersetzt wird die Hälfte des Abos, aus der das monatliche Ergebnis entsteht.

Beiträge kommen über das eingebaute Online-Monitoring oder über Integrationen mit Landau Media, OBSERVER, Argus, Meltwater und Talkwalker sowie über RSS und Google Alerts. Daraus entstehen eigene KPIs, Dashboards und White-Label-PDF-Reports, für berechtigte Organisationen auch PowerPoint-Export. Kennzahlen bleiben bearbeitbar, ein Reichweiten- oder Medienwert, den ihr für falsch haltet, lässt sich also ändern statt erklären.

PR Analytics kostet 99 € pro Monat bei jährlicher Abrechnung, in Euro. Standardpakete enthalten unbegrenzt interne Nutzerinnen und Nutzer derselben E-Mail-Domain; für Personen außerhalb eurer Domain können zusätzliche Kosten anfallen. aclipp neben einem Datenbank-Tool zu betreiben, statt die ganze Suite zu ersetzen, ist eine gangbare Aufteilung. Rechnet beide Wege gegen euer Agility-Angebot, bevor ihr entscheidet, was günstiger ist.

KI-Sichtbarkeit gehört zum selben Bild. aclipp verfolgt, wie Marken in KI-Antworten auftauchen, über acht Anbieter hinweg: ChatGPT, Gemini, Perplexity, Claude, Google AI Mode, Google AI Overviews, Grok und Mistral, pro Projekt auswählbar, und zeigt sie in denselben Dashboards und Reports wie Earned Media. Es ist ein eigenes Produkt ab 49 € pro Monat bei jährlicher Abrechnung, keine Zeile in einem Enterprise-Angebot. Siehe KI-Sichtbarkeit.

Passt am besten für: Inhouse-Teams und Agenturen, deren Monatsergebnis ein Report ist.

2. Muck Rack: am besten, um die Datenbank- und Outreach-Hälfte zu ersetzen

Muck Rack deckt die Media-Relations-Seite ähnlich ab: Journalistendatenbank mit KI-Empfehlungen, Pitching, Online-Monitoring, Reporting und Generative Pulse für Sichtbarkeit in den Antworten großer Sprachmodelle. Podcast-Monitoring beginnt ab Standard, Print- und Broadcast-Monitoring sowie Social Listening sind Zusatzmodule, Generative Pulse liegt bei Premier.

Das Preismodell ist genau das Problem, das ihr womöglich hinter euch lassen wollt. Es gibt keine Preisliste, eigene Dashboards brauchen Premier, und die API ist ein Premier-Zusatzmodul. Der eigene Messungsleitfaden von Muck Rack nennt Jahrespreise zwischen 5.000 und 53.000 $, für viele Mittelstandsteams rund 15.000 $. Immerhin eine Spanne, mit der ihr verhandeln könnt.

Muck Rack und seine Alternativen im Vergleich

Passt am besten für: Teams, deren Hauptaufgabe das Finden und Ansprechen von Journalistinnen und Journalisten ist.

3. Semrush AI PR Toolkit: am besten, wenn ihr den Preis sehen wollt

Das frühere Prowly ist der einzige direkte Wettbewerber hier, der Paketpreise veröffentlicht. Base kostet 149 $ pro Monat bei jährlicher Abrechnung, Pro 279 $, Business 499 $. Zusätzliche Nutzerplätze kosten je 20 $ pro Monat.

Lest die Paketübersicht, bevor ihr euch festlegt. Base enthält überhaupt kein Medienmonitoring, Pro ergänzt Online-Monitoring mit 3.000 Erwähnungen im Monat, Business fügt Wettbewerbsbeobachtung mit 50.000 hinzu. Die Kontaktkontingente der Datenbank geben an, wie viele Journalistinnen und Journalisten ihr pro Monat auf Listen setzen könnt, nicht wie groß die Datenbank ist, und Exporte werden separat gezählt. Die gesamte Produktlinie ist Online-zuerst, Print, Broadcast und lizenzierte Pressespiegel liegen außerhalb.

Prowly und seine Alternativen im Vergleich

Passt am besten für: Outreach-getriebene Teams, die veröffentlichte Preise wollen und Semrush ohnehin nutzen.

4. CisionOne: am besten, wenn es die größte Suite sein soll

CisionOne ist die Enterprise-Version dessen, was Agility macht: mehr als 500.000 geprüfte Journalistinnen, Journalisten und Medien, Beobachtung von Online, Print, TV, Radio, Podcasts, Magazinen und Social, dazu Analytics, Outreach und AI-Visibility-Dashboards.

Keiner der beiden Anbieter veröffentlicht Preise. Holt also beide Angebote nebeneinander ein, statt vorauszusetzen, wo sie landen. Der Grund, CisionOne gegen Agility zu setzen, ist die Abdeckungsbreite pro Land. Lasst euch von beiden eine Quellenliste für eure Märkte geben, statt Gesamtzahlen zu vergleichen.

aclipp vs. Cision oder Cision und seine Alternativen

Passt am besten für: Organisationen, die mehrere Tools in einem Vertrag bündeln.

5. Meltwater: am besten für globales Monitoring inklusive KI-Antworten

Meltwater deckt Online, Print, Broadcast und Social ab, mit Alerts, Dashboards, Benchmarks, individuellen Reports und GenAI Lens für KI-Antwort-Tracking. Meltwater deckt dasselbe breite Plattformfeld ab wie Agility und lässt sich mit aclipp verbinden, wenn ihr das Monitoring bei Meltwater lassen und das Reporting dort machen wollt, wo der Preis öffentlich ist.

Die Preise sind individuell. Der eigene Preisartikel nennt einen unverbindlichen US-Richtwert ab 10.000 $ pro Jahr, was ein Anhaltspunkt ist und kein Angebot.

aclipp vs. Meltwater

Passt am besten für: Teams, deren Abdeckung tatsächlich über viele Länder reicht.

6. Onclusive: am besten für lizenzierte Pressespiegel in Europa

Wenn euch bei Agility europäisches Print und die Pressespiegelrechte fehlen, ist Onclusive die spezialisierte Antwort. Genannt werden mehr als 3 Millionen Onlinequellen, über 60.000 europäische Printtitel und mehr als 12.000 Broadcast-Quellen, und die Pressespiegel sind über Lizenzvereinbarungen mit Verwertungsgesellschaften urheberrechtlich abgedeckt.

Onclusive veröffentlicht außerdem Preise für ein Produkt, GEO Analytics, ab 105 $ pro Monat im Jahrespaket für ein Land und ChatGPT allein. Alles andere wird kalkuliert.

Onclusive und seine Alternativen im Vergleich

Passt am besten für: europäische Teams, die Berichterstattung intern verteilen und dafür Lizenzen brauchen.

7. OBSERVER, Landau Media und PMG: am besten für DACH-Quellen und Rechte

Für deutsche, österreichische und Schweizer Berichterstattung dokumentieren die regionalen Anbieter Leistungen, die die internationalen Plattformen nicht ausweisen, allen voran lizenzierte Pressespiegel. OBSERVER deckt Print, Online, Social, Radio, TV und deutschsprachige Podcasts mit menschlicher Prüfung ab, dazu Pressespiegel und Prompt-Monitoring über die großen KI-Dienste. Landau Media deckt dieselben Kanäle mit Dashboards und Medienanalysen ab. Beide lassen sich mit aclipp verbinden.

PMG MediaHub gehört auf die Liste, wenn das Problem die Lizenz ist und nicht das Finden. Der Portalzugang kostet 50 €, 100 € oder 150 € pro Monat, die Lizenzkosten je Beitrag werden separat nach Publikation und Empfängerzahl berechnet.

Passt am besten für: DACH-Teams, die Print, Pressespiegel und Nutzungsrechte sauber geregelt brauchen.

Wo Visibility Intelligence einzuordnen ist

Agility beschreibt Visibility Intelligence als Funktion der PR-CoPilot-Suite. Sie weist Share of Voice in KI-Antworten aus, prüft, wie die Plattformen eure Marke beschreiben, identifiziert die Quellen hinter diesen Antworten und ermöglicht die Ansprache der Medien, die KI-Autorität aufbauen. Die zugrunde liegende Untersuchung von Agility hat 24.480 Prompt-Antwort-Paare über ChatGPT, Perplexity, Gemini und Claude ausgewertet.

Der Kauf innerhalb der Suite ist bequem. Er bedeutet aber auch, dass Agility keinen Einzelpreis dafür veröffentlicht. Ihr seht nicht, was dieser Teil des Vertrags kostet, und könnt ihn nicht mit einem Spezialisten vergleichen. Onclusive veröffentlicht GEO Analytics ab 105 $ pro Monat im Jahrespaket, aclipp verkauft KI-Sichtbarkeit über acht Anbieter ab 49 € pro Monat bei jährlicher Abrechnung, und Brand24 bietet ein AI-Visibility-Modul auf veröffentlichten Paketen an. Lasst euch von Agility bestätigen, welches Paket Visibility Intelligence enthält, was es dort kostet und was bei der Verlängerung damit passiert.

Die besten Tools für KI-Sichtbarkeit im Vergleich

Welche Alternative passt zu eurer Situation?

Eure SituationPassende Auswahl
Das Reporting ist der Schmerzpunkt, Outreach läuftaclipp
Datenbank und Pitching nutzt ihr am meistenMuck Rack
Ihr wollt Preise vor dem Vertriebsgespräch sehenSemrush AI PR Toolkit
Ihr bündelt mehrere Tools in einem VertragCisionOne
Die Abdeckung reicht über viele LänderMeltwater
Europäisches Print und lizenzierte Pressespiegel nötigOnclusive
DACH-Quellen, Print und Nutzungsrechte haben VorrangOBSERVER, Landau Media, PMG

Fazit

Agility ist ein solider Allrounder, und in PR CoPilot ist im letzten Jahr viel dazugekommen. Wenn euer Team in einer Plattform pitcht, beobachtet und berichtet und die Verlängerung fair ist, gibt es keinen Grund zu wechseln.

Die Gründe, sich umzusehen, sind häufiger kaufmännisch als funktional. Preise nur auf Anfrage, standardmäßig Jahresabrechnung, überwiegend Abrechnung in USD, CAD oder GBP und eine KI-Sichtbarkeitsfunktion ohne veröffentlichten Einzelpreis machen es schwer zu beurteilen, ob ihr einen sinnvollen Betrag zahlt. Muck Rack und CisionOne beantworten die Media-Relations-Hälfte. Semrush beantwortet die Preisfrage. Die DACH-Anbieter beantworten Print und Lizenzen.

Und wenn das, was nie richtig funktioniert hat, die Umwandlung von Berichterstattung in einen belastbaren Report war, dann ist das eine andere Produktkategorie, und aclipp nennt den Preis öffentlich.

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Sascha Kirstein

Autor

Sascha Kirstein

CEO & Founder, aclipp

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