Mynewsdesk-Alternativen 2026: PR- und Newsroom-Tools im Vergleich
Mynewsdesk-Alternativen im Vergleich: Distribution, Newsroom, Monitoring-Kanäle je Land, Reportingtiefe und veröffentlichte Preise.
Sascha KirsteinIn diesem Artikel
Mynewsdesk macht das seit 2003. In Schweden gegründet und seit 2008 im Besitz der norwegischen DN Media Group, nennt das Unternehmen über 4.000 Kundenorganisationen und rund eine Million Journalistinnen und Journalisten mit Zugang zur Plattform. Das Produkt verbindet einen Marken-Newsroom, Presseversand, Journalisten-Matching und Medienbeobachtung in einem Abo. Für Kommunikationsteams, die regelmäßig veröffentlichen, ist das eine sinnvolle Kombination.
Es ist zugleich ein Produkt, bei dem die Buchungsform schärfer entscheidet als das Marketing vermuten lässt. Die Preisseiten verkaufen inzwischen drei Dinge: einen Einzelversand für 619 € je Pressemitteilung zzgl. MwSt. ohne Abo, die PR-Software mit unbegrenzten Mitteilungen und Newsrooms für mehrere Märkte als Monatsabo „GO“, das sich direkt im Tool buchen lässt, und Media Monitoring. Für PR-Software und Monitoring nennt Mynewsdesk keinen Betrag. Das frühere Einstiegspaket PR-Essential mit vier Pressemitteilungen im Jahr steht nicht mehr auf den Preisseiten.
Die einzige veröffentlichte Zahl ist damit der Einzelversand. Wer selten veröffentlicht, kann ihn direkt gegen einen Presseverteiler rechnen. Wer regelmäßig veröffentlicht, braucht den Monatsbetrag für GO, bevor ein Vergleich mit Alternativen aussagekräftig ist.
Das Monitoring-Detail, das zweimal Lesen lohnt
Die Monitoring-Seite von Mynewsdesk nennt über 230.000 Quellen in 222 Ländern für Nachrichtenseiten, Blogs, Foren und Social Media, dazu Sentimentanalyse und Share of Voice im Brand Report. Podcasts, Radio, TV, Inhalte hinter Bezahlschranken und Print gehören in eine andere Kategorie.
Die englische Paketübersicht führt Bezahlschranken, Print sowie Audio und Video als Zeilen, ohne Länderangaben. Die deutsche Produkt-FAQ ist deutlicher: Auf die Frage nach Podcasts, Radio, TV, Inhalten hinter Bezahlschranken und Print lautet die Antwort "Momentan leider noch nicht." Für den DACH-Raum sind damit nur Online und Social belegt. Das ist kein Vorwurf an ein schwedisches Unternehmen mit nordischer Stärke. Es heißt aber, dass die Kanalliste auf der Produktseite und die Kanalliste, die eine deutsche oder österreichische Kundin buchen kann, zwei verschiedene Listen sind.
Was ihr bei einer Mynewsdesk-Alternative prüfen solltet
- Wie viele Mitteilungen veröffentlicht ihr wirklich pro Jahr? Meist der größte Kostentreiber hier, und in beide Richtungen leicht falsch eingeschätzt.
- Läuft der Newsroom gehostet oder auf eurer Domain? SEO-Wirkung und Kontrolle unterscheiden sich, ebenso das, was bei einer Kündigung passiert.
- Welche Monitoring-Kanäle gelten in eurem Land? Nicht laut globaler Feature-Liste. In eurem.
- Erreicht die Distribution die Redaktionen eures Marktes? Stellt für den DACH-Raum das Netzwerk der Plattform neben news aktuell und ots, bevor ihr bei einem von beiden Abdeckung voraussetzt.
- Reicht das Reporting für die Person, die es abnimmt? Legt einen automatischen Brand Report vor der Verlängerung genau dieser Person vor und schaut, ob er ihre Fragen beantwortet.
- Was kostet ein zusätzlicher Markt oder eine zweite Marke? Newsrooms für mehrere Märkte und Sprachen gehören zur PR-Software, deren Preis nicht veröffentlicht ist. Lasst euch den Betrag für euren Aufbau nennen.
Mynewsdesk und seine Alternativen im Vergleich
| Tool | Am besten geeignet für | Distribution und Newsroom | Monitoring und Reporting | Öffentlicher Einstiegspreis |
|---|---|---|---|---|
| Mynewsdesk | Veröffentlichen mit Reichweite | Newsroom, Versand, Journalisten-Matching | Nachrichten, Blogs, Foren und Social; Print, Audio/Video und Paywalls in DACH nicht verfügbar | Einzelversand 619 € je Mitteilung; PR-Software und Monitoring individuell |
| aclipp | PR-Messung und präsentationsfertige Reports | Keine Distribution, kein Newsroom | Eigenes Monitoring plus Integrationen, eigene KPIs, White-Label-PDF, KI-Sichtbarkeit | PR Analytics ab 99 €/Monat, jährliche Abrechnung |
| Prezly | Newsrooms und eigene Kontakte | Marken-Newsroom, Kontakte, Kampagnen | Online-News, X und LinkedIn über ein kostenpflichtiges Zusatzmodul | Essential 100 €/Monat, jährliche Abrechnung |
| pr.co | Newsrooms in mehreren Sprachen | Newsrooms für mehrere Märkte, Kontaktverwaltung | Medienbeobachtung als kostenpflichtiges Zusatzmodul | Individuell |
| Presspage | Enterprise-Newsrooms und Freigaben | Newsroom, Versand, E-Mail-Kampagnen | Eigenes Statistik-Dashboard und integrierte Auswertung in beiden Paketen | Business ab 20.000 €/Jahr |
| news aktuell / ots | DACH-Redaktionen erreichen | Versand in Redaktionssysteme und Presseportal | Distributionsdienst, keine Monitoring-Plattform; Übernahme-Monitoring je Meldung als Add-on | ab 515 € je deutschsprachiger Textmeldung bis 300 Wörter |
| Semrush AI PR Toolkit | Pitchen statt veröffentlichen | Globale Mediendatenbank und KI-Pitching | Online-Monitoring ab Pro; Dashboards und Wettbewerbsbeobachtung | Base ab 149 $/Monat bei jährlicher Abrechnung (USD-Seite) |
| Brand24 | Monitoring mit veröffentlichtem Preis | Keine Distribution | Online- und Social-Erwähnungen; AI Visibility als Zusatzmodul | ab 199 $/Monat, jährliche Abrechnung |
Preise geprüft am 24. Oktober 2026. Mynewsdesk veröffentlicht nur den Preis für den Einzelversand; PR-Software und Monitoring werden auf Anfrage kalkuliert.
Die sieben Alternativen im Detail
aclipp: am besten, wenn das Reporting dem Brand Report entwachsen ist
Der automatische Brand Report von Mynewsdesk deckt Sentiment und Share of Voice in einer festen Vorlage ab. Ob das reicht, hängt davon ab, wer ihn liest. Prüft ihn an dem, was eure Geschäftsführung, eure Kundin oder eure Konzernkommunikation tatsächlich verlangt.
aclipp, eine PR-Analytics-Plattform aus Deutschland, deckt genau diese Hälfte ab. Newsroom und Versand sind nicht der Schwerpunkt. aclipp bietet weltweites Online-Monitoring mit mehr als 150 Millionen Quellen. Beiträge kommen daraus oder über Integrationen mit Landau Media, OBSERVER, Argus und Meltwater sowie über RSS und Google Alerts. Daraus entstehen eigene KPIs, Dashboards und White-Label-PDF-Reports; PowerPoint-Export steht dort zur Verfügung, wo er für die Organisation freigeschaltet ist. aclipp wird in Deutschland entwickelt und in EU-Rechenzentren gehostet. Kennzahlen bleiben bearbeitbar, Reichweite und Medienwert sind also Werte, die ihr festlegt, statt Zahlen, die ihr verteidigen müsst.
PR Analytics kostet 99 € pro Monat bei jährlicher Abrechnung. Standardpakete enthalten unbegrenzt interne Nutzerinnen und Nutzer derselben E-Mail-Domain; für Personen außerhalb eurer Domain können zusätzliche Kosten anfallen. Mynewsdesk fürs Veröffentlichen zu behalten und die Messung zu verlagern, ist eine sinnvolle Aufteilung. Ob das günstiger ist als ein größeres Mynewsdesk-Abo mit Monitoring, hängt von eurem Angebot ab, denn PR-Software und Monitoring werden ohne veröffentlichten Preis verkauft. Vergleicht den veröffentlichten aclipp-Preis mit dem, was Mynewsdesk euch anbietet.
KI-Sichtbarkeit gehört zum selben Bild. aclipp verfolgt, wie Marken in KI-Antworten auftauchen, über neun Anbieter hinweg: ChatGPT, Gemini, Perplexity, Claude, Google AI Mode, Google AI Overviews, Microsoft Copilot, Grok und Mistral, pro Projekt auswählbar, und zeigt sie in denselben Dashboards und Reports wie Earned Media. Es ist ein eigenes Produkt ab 49 € pro Monat bei jährlicher Abrechnung. Siehe KI-Sichtbarkeit.
Passt am besten für: Teams, deren Ergebnis ein Report ist und keine Pressemitteilung.
Prezly: am besten für Newsroom und Kontakte mit veröffentlichten Preisen
Prezly deckt viel vom selben Feld ab, ohne das Distributionsnetzwerk, und veröffentlicht die Preise. Essential kostet 100 € pro Monat bei jährlicher Abrechnung, Standard 250 €. Enthalten sind Marken-Newsrooms, Kontakte, Kampagnen und ein Coverage-Reporting, das Berichterstattung mit der Person, dem Medium und der Story verknüpft, aus der sie entstanden ist.
Zwei Details verschieben den Vergleich. Essential enthält einen Nutzerplatz, Standard zwei, weitere Plätze und Agenturpakete werden separat kalkuliert. Und das Monitoring über Online-News, X und LinkedIn ist nach 14 Tagen Test ein kostenpflichtiges Zusatzmodul je Monitor, keine enthaltene Funktion. Der Alles-in-einem-Vergleich mit Mynewsdesk stimmt also nicht ganz.
Prezly und seine Alternativen im Vergleich
Passt am besten für: Marken, deren eigener Newsroom im Zentrum des Programms steht.
pr.co: am besten für mehrere Sprachen und Märkte
pr.co verkauft Start, Scale und Enterprise mit 1, 3 und 5 Nutzerplätzen sowie 1.000, 10.000 und 50.000 Kontakten. Newsrooms für mehrere Sprachen und Märkte sind die Stärke. Bei Mynewsdesk gehören sie zur PR-Software, deren Preis ihr erst im Angebot seht.
Medienbeobachtung ist ein kostenpflichtiges Zusatzmodul und keine enthaltene Funktion. Rechnet das ein, bevor ihr mit einem Mynewsdesk-Angebot vergleicht, das Monitoring einschließt.
Passt am besten für: internationale Teams, die in mehreren Sprachen veröffentlichen.
Presspage: am besten für Enterprise-Newsrooms, zu Enterprise-Preisen
Presspage kommt infrage, wenn der Newsroom ein Markenteam, eine Rechtsprüfung und mehrere Ländereinheiten zufriedenstellen muss. Die Untergrenze steht öffentlich auf der Seite, was bei Enterprise-Anbietern selten ist: Business ab 20.000 € pro Jahr, Enterprise ab 35.000 €, beides je nach Aufbau kalkuliert. Business enthält einen Newsroom, unbegrenzte E-Mail-Kampagnen mit 1.000 Empfängerinnen und Empfängern pro Monat, ein eigenes Statistik-Dashboard und integrierte Auswertungen; Enterprise hebt die Empfängergrenze auf und ergänzt Investor-Relations- und Krisenfunktionen.
Das ist eine andere Budgetdiskussion und kein Tausch. Setzt Presspage nur auf die Liste, wenn Freigabeprozesse über Märkte hinweg tatsächlich ein Engpass sind.
Passt am besten für: große Organisationen mit formaler Freigabekette für jede Meldung.
news aktuell und ots: am besten für die Zustellung in DACH-Redaktionen
Wenn ihr Mynewsdesk vor allem wegen der Reichweite in deutschsprachige Redaktionen bezahlt, vergleicht die Distribution mit den DACH-Presseverteilern statt mit einer weiteren Plattform. news aktuell liefert Meldungen direkt in Redaktionssysteme und veröffentlicht sie über Presseportal, mit Verteilern für Deutschland, DACH, Fachmedien und Regionen.
Abgerechnet wird je Meldung, ab 515 € für eine deutschsprachige Textmeldung bis 300 Wörter. Damit ist die Rechnung übersichtlich. Der Einzelversand bei Mynewsdesk kostet 619 € je Mitteilung, eine deutschsprachige ots-Meldung ab 515 €, beides zzgl. MwSt., und beide erreichen andere Redaktionen. Wer regelmäßig veröffentlicht, stellt die Summe der Meldungen dem Angebot für das Monatsabo GO gegenüber. Nach den am 21. Oktober 2026 geprüften Self-Service-Bedingungen endet ein Monats- oder Jahresabo erst zum Ende seiner laufenden Periode. Wer die Übernahme einer ots-Meldung beobachten lassen will, kann ots-Monitoring by ARGUS für 490 € je Meldung dazubuchen. Keines der beiden enthält die Funktionen des anderen, aber der Vergleich lohnt vor der Verlängerung.
Passt am besten für: DACH-Teams, deren Ziel die Übernahme in Redaktionen ist und nicht der eigene Newsroom.
Semrush AI PR Toolkit: am besten, wenn ihr mehr pitcht als veröffentlicht
Das frühere Prowly ist die Alternative für Teams, die merken, dass sie eigentlich kein Publishing-Betrieb sind. Verkauft werden eine globale Mediendatenbank, KI-gestütztes Pitching, E-Mail-Auswertung, Online-Monitoring und Dashboards, mit veröffentlichten Preisen: Base 149 $ pro Monat bei jährlicher Abrechnung, Pro 279 $, Business 499 $, zusätzliche Nutzerplätze je 20 $.
Base enthält kein Monitoring. Pro ergänzt Online-Monitoring mit 3.000 Erwähnungen im Monat. Die gesamte Produktlinie ist Online-zuerst, Print und Broadcast liegen außerhalb, dieselbe Grenze, die Mynewsdesk laut deutscher FAQ im DACH-Raum hat.
Prowly und seine Alternativen im Vergleich
Passt am besten für: Teams, deren Ergebnisse aus der direkten Ansprache von Journalistinnen und Journalisten kommen.
Brand24, OBSERVER und Landau Media: am besten für reines Monitoring
Wenn ihr Mynewsdesk für den Newsroom behalten und das Monitoring anderswo kaufen wollt, hängt die Aufteilung an den Kanälen. Brand24 deckt Online- und Social-Erwähnungen mit veröffentlichten Preisen ab 199 $ pro Monat bei jährlicher Abrechnung ab, dazu ein AI-Visibility-Zusatzmodul. Für Print, Broadcast und lizenzierte deutschsprachige Pressespiegel sind OBSERVER und Landau Media die Spezialisten, beide individuell kalkuliert und beide mit aclipp verbindbar.
OBSERVER betreibt zusätzlich ein Pressecenter für Versand und Medienkontakte im DACH-Raum und kann damit auch einen Teil der Distributionsfrage abdecken.
Passt am besten für: Teams, die Veröffentlichen und Beobachten entkoppeln wollen.
Welche Alternative passt zu eurer Situation?
| Eure Situation | Passende Auswahl |
|---|---|
| Der Newsroom passt, das Reporting nicht | aclipp |
| Ihr wollt dieselbe Form mit veröffentlichten Preisen | Prezly |
| Ihr veröffentlicht in mehreren Sprachen und Märkten | pr.co |
| Freigaben und Markenführung bestimmen den Newsroom | Presspage |
| Übernahme in DACH-Redaktionen ist das eigentliche Ziel | news aktuell und ots |
| Ihr pitcht deutlich häufiger, als ihr veröffentlicht | Semrush AI PR Toolkit |
| Monitoring, Print oder Pressespiegel separat gewünscht | Brand24, OBSERVER, Landau Media |
Fazit
Mynewsdesk ist ein solides Produkt für Teams, deren PR über veröffentlichte Meldungen läuft. Drei Punkte lohnen vor der Verlängerung eine Rechnung: ein Abo, dessen Preis nur im Angebot steht, während der Einzelversand 619 € je Mitteilung kostet, eine Monitoring-Kanalliste, die breiter ist als das, was ein einzelnes Land buchen kann, und Auswertungen in einer festen Vorlage.
Nehmt die Punkte einzeln. Wenn die Zahl der Meldungen das Problem ist, rechnet news aktuell je Meldung gegen den Mynewsdesk-Einzelversand oder das Angebot für GO. Wenn der Newsroom das Problem ist, veröffentlicht Prezly seine Preise, und pr.co veröffentlicht Paketstruktur und Limits, nennt den Betrag aber auf Anfrage. Wenn das Monitoring das Problem ist, kauft es dort, wo die Abdeckung zu eurem Markt passt.
Und wenn das Reporting das Problem ist, dann ist das der eine Punkt auf dieser Liste, den aclipp zu einem veröffentlichten Preis übernimmt.
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