Onclusive ist durch Zukäufe entstanden. Anfang 2022 führte Symphony Technology Group das Reputation-Intelligence-Geschäft von Kantar, PRgloo und das ursprüngliche Onclusive zusammen, im selben Jahr kamen Critical Mention und die Social-Listening-Plattform Digimind dazu. Die Unternehmensseite nennt rund 1.100 Mitarbeitende und 13.000 Kundinnen und Kunden. In Deutschland firmiert das Unternehmen als Onclusive Media GmbH mit Sitz in Hamburg.
Die Größenordnung ist real. Die Monitoring-Seite nennt mehr als 3 Millionen Onlinequellen, über 60.000 Printtitel in Europa und mehr als 12.000 Broadcast-Quellen, zusammen rund 28 Millionen Earned-Media-Beiträge pro Tag; über 25 Social-Plattformen stehen auf der Startseite. Die Pressespiegel-Seite beschreibt die Pressespiegel als vollständig urheberrechtskonform, gestützt auf Lizenzvereinbarungen und lokale Marktkenntnis, mit Lizenzen für mehrere Märkte und Rechten für die grenzüberschreitende Weitergabe. Wer lizenzierte Printbeiträge in mehreren europäischen Ländern braucht, hat eine kurze Anbieterliste.
Zwei aktuelle Entwicklungen gehören trotzdem auf die Agenda. Im März 2026 startete Onclusive seine Unified Platform, die Monitoring, Analyse, Pressespiegel, Mediendatenbank und Auswertung in einem Zugang bündelt. Ein guter Moment für eine Beschaffungsfrage: Werden Suchprofile, Archive, Dashboards und gespeicherte Reports in das Produkt übernommen, das ihr tatsächlich vertraglich habt? Und im September 2023 meldete das französische Geschäft bei Eurofound eine Restrukturierung von 209 der 447 Stellen, begründet mit dem stärkeren Einsatz von KI; die Software Critical Mention sollte das Zusammenstellen und Zusammenfassen von Artikeln übernehmen. Wer Onclusive wegen der von Analystinnen und Analysten erstellten Auswertungen bucht, sollte sich schriftlich geben lassen, welche Teile davon weiterhin ein Mensch erstellt.
So vergleichen sich die realistischen Alternativen.
Der größte Teil dieser Kategorie wird kalkuliert statt ausgepreist. Onclusive kalkuliert Monitoring, Pressespiegel und Mediendatenbank individuell. Eine Ausnahme gibt es, und die kommt weiter unten, weil sie einen brauchbaren Vergleichsmaßstab liefert.
Lasst euch von jedem Anbieter dieselben sechs Punkte schriftlich geben:
Welche Verlage für Pressespiegel lizenziert sind, in welchen Ländern und für wie viele Empfängerinnen und Empfänger
Welche Kanäle pro Land enthalten sind, nicht laut globaler Feature-Liste
Welche Auswertungen ein Mensch schreibt und welche das System erzeugt
Wie viele Nutzerplätze enthalten sind und was ein zusätzlicher kostet
Was ihr in welchem Format exportieren könnt, wenn ihr wechselt
Ob KI-Antwort-Tracking enthalten, Zusatzmodul oder eigener Vertrag ist
Der letzte Punkt bewegt sich am schnellsten. Onclusive verkauft GEO Analytics, Meltwater hat GenAI Lens, CisionOne bietet AI-Visibility-Dashboards, OBSERVER betreibt Prompt-Monitoring. Die Funktion ist inzwischen verbreitet. Die Preislogik dahinter nicht.
Onclusive und seine Alternativen im Vergleich
Tool
Am besten geeignet für
Abgedeckte Kanäle
Analyse und Reporting
Öffentlicher Einstiegspreis
Onclusive
Europaweite Media Intelligence in großem Umfang
Online, Print, Broadcast und Social, 28 Mio.+ Beiträge täglich
Betreutes und Self-Service-Monitoring, Pressespiegel, GEO Analytics
Individuell; GEO Analytics ab 105 $/Monat im Jahrespaket
Recherche, Pressespiegel, Nutzungsrechte und Medienanalyse
Portalzugang ab 50 €/Monat plus Lizenzkosten je Beitrag
Meltwater
Globale Media Intelligence
Online, Print, Broadcast, Social und KI-Antworten
Alerts, Dashboards, Benchmarks, Reports und GenAI Lens
Individuell; unverbindlicher US-Richtwert ab 10.000 $/Jahr
CisionOne
Vollständige Enterprise-PR-Suite
Online, Print, TV, Radio, Podcast, Magazine und Social
Analytics, Mediendatenbank, Outreach und AI Visibility
Individuell
Preise geprüft am 25. August 2026. PMG-Preise verstehen sich ohne MwSt. und hängen von der Nutzung ab; die Meltwater-Zahl ist ein unverbindlicher US-Richtwert aus dem eigenen Preisartikel, kein Listenpreis.
Die sieben Alternativen im Detail
1. aclipp: für Monitoring, Auswertung und Reporting in einem Workspace
aclipp ist eine europäische PR-Analytics-Plattform aus Deutschland und deckt ab, wofür viele Teams Onclusive einsetzen: Medienbeobachtung, Auswertung, Reporting und KI-Sichtbarkeit in einem Workspace. Das Monitoring läuft online über mehr als 150 Millionen Quellen, dazu Print aus einer eigenen DACH-Datenbank mit über 20.000 Titeln samt Auflagen und Reichweiten (lizenziert über die PMG, bei der aclipp als Marktmittler gelistet ist), Social, Podcasts und Video. Daraus entstehen eigene KPIs, Tonalitäts- und Botschaftsauswertung, Wettbewerbsvergleiche, Dashboards und White-Label-PDF-Reports; PowerPoint-Export steht dort zur Verfügung, wo er für die Organisation freigeschaltet ist. aclipp wird in Deutschland entwickelt und in EU-Rechenzentren gehostet.
aclipp ist Software, kein Analystenhaus: Den Quartalsbericht baut ihr selbst, oder ihr lasst ihn über API und MCP von Claude oder ChatGPT vorbereiten. Für Studien, die wirklich ein Analystenteam brauchen, vermittelt aclipp Kontakte zu Agenturen aus seinem Partnernetzwerk. Wer bestehende Daten weiter nutzen will, übernimmt sie über Integrationen mit Landau Media, OBSERVER, Argus, Meltwater und Talkwalker oder per Import und API, auch Onclusive-Exporte.
PR Analytics kostet ab 99 € pro Monat bei jährlicher Abrechnung. Standardpakete enthalten unbegrenzt interne Nutzerinnen und Nutzer derselben E-Mail-Domain; für Personen außerhalb eurer Domain können zusätzliche Kosten anfallen.
KI-Sichtbarkeit gehört zum selben Bild. aclipp verfolgt, wie Marken in KI-Antworten auftauchen, über neun Anbieter hinweg: ChatGPT, Gemini, Perplexity, Claude, Google AI Mode, Google AI Overviews, Microsoft Copilot, Grok und Mistral, pro Projekt auswählbar, und zeigt sie in denselben Dashboards und Reports wie Earned Media. Verkauft wird das als eigenes Produkt ab 49 € pro Monat bei jährlicher Abrechnung. Siehe KI-Sichtbarkeit.
Grenzen: Kein betreuter Analystenservice und keine eigene Print-Lizenzierung in mehreren europäischen Ländern, das ist die Stärke von Onclusive. TV und Radio beobachtet aclipp nicht selbst, diese Clippings kommen über Integrationen.
Passt am besten für: Teams, die Monitoring, Auswertung und Reporting aus einer Hand wollen und belegen möchten, was ihre PR bewirkt.
2. PRophet Media Intelligence: die nächstgelegene europäische Entsprechung
Das frühere UNICEPTA ist ähnlich aufgebaut: ein europäischer Enterprise-Anbieter, der Monitoring und analystengestützte Auswertung in einem Vertrag verkauft. Täglich mehr als 460 Millionen Quellen, Crawling und KI-gestütztes Text Mining kombiniert mit menschlichen Analystinnen und Analysten, dazu Medienanalysen, Alerting, Social Listening, ein Paket für Generative Engine Optimization und eine Microsoft-Copilot-Integration.
Der Haken ist derselbe, nur spiegelverkehrt. Stagwell hat UNICEPTA übernommen, PRophet meldete im Juni 2025 den Abschluss der Integration. Fragt deshalb nach, wie der zusammengeführte Ablauf heute konkret läuft, statt das frühere UNICEPTA-Setup vorauszusetzen.
Passt am besten für: Unternehmen, die einen großen europäischen Betreuungsvertrag durch einen anderen ersetzen.
3. Landau Media und OBSERVER: am besten für DACH-Quellen und Pressespiegel
Beide decken Print, Online, TV, Radio, Podcasts und Social im deutschsprachigen Raum ab und verkaufen Monitoring gemeinsam mit Pressespiegeln und Medienanalysen. OBSERVER bündelt die Ergebnisse im Media Intelligence Office und ergänzt Prompt-Monitoring über die großen KI-Dienste. Stellt das bei der KI-Frage neben GEO Analytics, statt es als kleinere Variante einzuordnen.
Für deutsche, österreichische und Schweizer Berichterstattung lasst euch von beiden eine Quellenliste geben und vergleicht sie mit dem, was Onclusive für genau diese Länder liefert. Globale Quellenzahlen sagen nichts über Fachpresse aus.
Passt am besten für: Organisationen, deren Reporting an der DACH-Abdeckung hängt.
4. pressrelations: am besten, wenn ihr eigentlich die Analystinnen kauft
pressrelations betreibt NewsRadar über Print, Online, Social Media, Radio, TV, Podcasts, Fachmedien, Blogs und Foren, dazu Benchmark-, Reputations- und Issues-Analysen sowie die Trenderkennung FirstSignals. Das Unternehmen nennt 300 Beschäftigte in neun Ländern. News Manager erstellen persönliche Medienspiegel zusätzlich zur automatisierten Auswertung.
Diese Alternative gehört auf die Liste, wenn die Restrukturierung in Frankreich der Anlass für eure Überprüfung war. Die Frage an beide Anbieter lautet gleich: Wer schreibt die Einordnung, und wo sitzt diese Person?
Passt am besten für: Teams, die Interpretation einkaufen und nicht Menge.
5. Argus Data Insights: am besten für die Schweiz
Argus arbeitet in der Schweiz und in Deutschland mit deutsch-, französisch- und englischsprachigen Websites sowie mehrsprachigen AI-Brand-Intelligence-Modulen. ARGUSavenue, ARGUSspot und ARGUSintelligence sind die Kundenplattformen, dazu kommen Presseversand und Medienanalysen. Die öffentlichen Seiten enthalten keine aktuelle Quellenliste nach Land und Sprache. Vergleicht deshalb eine aktuelle Argus-Quellenliste mit der Länderliste, die Onclusive euch anbietet. Eine aclipp-Integration gibt es ebenfalls.
Passt am besten für: Organisationen, deren Reporting die Schweiz sauber abbilden muss.
6. PMG MediaHub: am besten, wenn das eigentliche Problem die Lizenz ist
Wenn ihr an Onclusive vor allem den rechtssicheren Pressespiegel schätzt, vergleicht direkt mit PMG. Recherchiert wird über mehr als 3.000 Medienquellen aus Print und Online, Agenturmeldungen, Newslettern und Podcast-Transkripten, und die Lizenzen werden im Arbeitsablauf erworben, sodass Beiträge mit den richtigen Nutzungsrechten verteilt werden können.
PMG veröffentlicht außerdem Zahlen, was hier selten ist. Der MediaHub-Portalzugang kostet 50 €, 100 € oder 150 € pro Monat, der optionale Pressespiegel-Manager 150 € pro Monat, und die MediaMeter-Analysepakete liegen zwischen 2.095 € und 9.925 € pro Jahr. Die Monatsstufen sind Zugangsgebühren. Lizenzkosten je Beitrag werden separat nach Publikation und Empfängerzahl berechnet, alle Angaben ohne MwSt. Lasst euch eine Beispielrechnung auf Basis eurer tatsächlichen Beitragsmenge geben.
Passt am besten für: Organisationen, bei denen der Pressespiegel zur Rechtsfrage geworden ist.
7. Meltwater und CisionOne: am besten für Abdeckung außerhalb Europas
Beide verkaufen globale Abdeckung statt eines europäischen Schwerpunkts, und beide enthalten KI-Antwort-Tracking, bei Meltwater GenAI Lens, bei CisionOne AI-Visibility-Dashboards. Lasst euch von beiden eine Quellenliste je Land geben, statt Gesamtzahlen zu vergleichen. CisionOne bringt eine Datenbank mit mehr als 500.000 geprüften Journalistinnen, Journalisten und Medien mit, Onclusive nennt über 300.000 DSGVO-konforme Medienkontakte und 250.000 kommende Termine.
Als Anbieter für deutsche Pressespiegel positioniert sich keiner der beiden. Europäische Teams brauchen daher oft zusätzlich einen lokalen Spezialisten.
Passt am besten für: Organisationen mit tatsächlich globalem Footprint.
Der KI-Sichtbarkeitsvergleich, den Onclusive selbst leicht macht
Onclusive veröffentlicht die Preise für GEO Analytics, was für einen Anbieter, der sonst alles individuell kalkuliert, ungewöhnlich ist. Beobachtet werden ChatGPT, Gemini, Grok, Claude und Perplexity, ausgewiesen werden Share of Voice, Sentiment, zitierte Quellen, priorisierte Zielmedien und auffällige Veränderungen. Das Ganze läuft innerhalb der Unified Platform. Die Zahlen unten stehen unter der Überschrift "Choose Your Annual Plan", sind also Monatsäquivalente im Jahrespaket und keine monatlich kündbaren Preise.
Paket
Preis
Länder
KI-Dienste
Prompts
Starter
ab 105 $/Monat
1
ChatGPT
80
Essential
ab 280 $/Monat
1
ChatGPT, Perplexity, Gemini
240
Professional
ab 1.255 $/Monat
3
alle fünf
720
Enterprise
individuell
5
alle fünf
2.000
Das Starter-Paket lohnt einen zweiten Blick. Für 105 $ im Monat im Jahrespaket gibt es ein Land und einen Dienst, nämlich ChatGPT. Drei Dienste beginnen bei 280 $. Zum Vergleich: aclipp KI-Sichtbarkeit deckt neun Anbieter ab 49 € pro Monat bei jährlicher Abrechnung ab, Peec AI und Otterly.AI veröffentlichen eigene Stufen, und bei Meltwater und CisionOne steckt die Funktion in einem individuellen Angebot, in dem ihr den Preis gar nicht seht.
Es geht nicht darum, dass eine Zahl die andere schlägt. Promptvolumen, Länderabdeckung und die Verbindung zum Earned-Media-Reporting unterscheiden sich. Aber GEO Analytics ist das eine Onclusive-Produkt, dessen Preis ihr ohne Termin nachlesen könnt, und das lohnt sich.
Monitoring, Kennzahlen und Reports in einem Tool, Preise öffentlich
aclipp
Ihr wollt einen anderen großen europäischen Betreuungsvertrag
PRophet Media Intelligence
DACH-Abdeckung und Pressespiegel sind die Kernanforderung
Landau Media oder OBSERVER
Ihr bezahlt vor allem für die Analystenarbeit
pressrelations
Die Schweiz muss sauber abgedeckt sein
Argus Data Insights
Die Pressespiegel-Lizenz ist das eigentliche Problem
PMG MediaHub
Die Abdeckung reicht über viele Länder
Meltwater oder CisionOne
Fazit
Onclusive dokumentiert eine breite Monitoring-Abdeckung und eine Lizenzposition, die auf Vereinbarungen mit Verlagen und Rechteorganisationen aufbaut. Genau dafür kauft man lizenziertes Print in Europa ein. Wenn ihr genau dafür bezahlt und der Service funktioniert, ist ein Wechsel um des Wechsels willen keine Strategie.
Wenn ihr ohnehin prüft, trennt die zwei Entscheidungen. Quellen und Lizenzen, wo Landau Media, OBSERVER und pressrelations den DACH-Raum abdecken, Argus die Schweiz und PMG die Lizenzrechnung offenlegt. Und die Analyseebene, wo der Unterschied darin liegt, wie schnell ihr einen Report baut und ob euch jemand vor dem Termin den Preis nennt.