KI-Ranking der PR-Agenturen: Bei konkreten Fragen gewinnen Spezialisten
aclipp hat 17 Tage lang gemessen, welche PR-Agenturen ChatGPT, Claude, Gemini, Mistral und Google AI Mode empfehlen. In Deutschland führt fischerAppelt. In 11 von 17 Themenfeldern (Disziplinen, Branchen, Unternehmensgrößen) liegt aber eine Agentur vorn, die es im Gesamtranking nicht unter die ersten zehn schafft.
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Das Wichtigste in Kürze
- fischerAppelt ist die Nr. 1 in Deutschland mit 37 % der Antworten, vor Edelman (30 %) und MSL (18 %).
- In 11 von 17 Themenfeldern führt eine Agentur außerhalb der Top 10, etwa komm.passion bei interner Kommunikation (85 %).
- Umsatz und KI-Sichtbarkeit decken sich nur an der Spitze. Die Faktenkontor-Gruppe ist beim Umsatz Nr. 12, in der KI Nr. 87.
- Die Systeme sind sich selten einig. Keine Agentur steht bei allen fünf KI-Systemen in den Top 10.
- Quellen: PR-Journal mit dem Pfeffer-Ranking wird von allen Fachmedien am häufigsten zitiert, 58 % der Antworten nennen Verzeichnisse und Vermittler als Quelle.
- Dauerhafter Index: Ab 1. November 2026 erscheint der Index monatlich. Rankings und Agenturen sind ab sofort online durchsuchbar.
Spremberg, 28. September 2026. Wer eine PR-Agentur sucht, fragt zunehmend auch ChatGPT und Co. Welche Agenturen dort genannt werden, hat die PR-Analytics-Plattform aclipp vom 6. bis 22. September 2026 täglich gemessen: 96 Fragen, knapp 7.800 Antworten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. In Deutschland nennen die KI-Systeme fischerAppelt am häufigsten, in 37 Prozent der Antworten, vor Edelman (30 Prozent) und MSL (18 Prozent). Sobald jemand eine Agentur für ein konkretes Thema sucht, sieht die Liste deutlich anders aus.
Die KI-Spezialisten
Bei interner und Change-Kommunikation nennen die Systeme komm.passion in 85 Prozent der Antworten, bei Automotive und Mobilität TEAM LEWIS (85 Prozent), bei B2B-Tech und Software additiv. PR (83 Prozent), bei Finanzdienstleistern CARTA Kommunikation (80 Prozent) und für Start-ups nach der Series A PRLab (78 Prozent). Bei Krisenkommunikation liegt fischerAppelt (49 Prozent) knapp vor Dunkelblau (49 Prozent) und Edelman (48 Prozent), bei Public Affairs in Berlin führt ORCA Affairs (51 Prozent), bei Influencer und Creator die Intermate Group (72 Prozent). fischerAppelt bleibt bei den breiten Fragen vorn, etwa bei Healthcare und Pharma (89 Prozent) und im Mittelstand (64 Prozent). Wer eine Agentur für einen internationalen Konzern sucht, bekommt am häufigsten Edelman genannt (81 Prozent).
„Bei den allgemeinen Fragen gewinnen die bekannten Namen. Sobald jemand eine Agentur für ein konkretes Thema sucht, Krise, Public Affairs oder Influencer, sieht die Liste ganz anders aus. Da kommen oft Spezialisten nach vorn, die im Gesamtranking kaum auftauchen“, sagt Sascha Kirstein, Gründer und CEO von aclipp.


Einig sind sich die Systeme dabei selten. Keine Agentur steht bei allen fünf KI-Systemen in den deutschen Top 10. Mistral nennt als einziges System nicht fischerAppelt am häufigsten, sondern Akima Media. Auch die Städte haben eigene Sieger: Adel & Link in Frankfurt (77 Prozent), VOCATO in Köln (74 Prozent), Schwartz PR in München und Sympra in Stuttgart (je 73 Prozent).
Umsatz und KI-Sichtbarkeit
Für ihre Empfehlungen greifen die KI-Systeme oft auf ein Umsatzranking zurück: PR-Journal mit seiner Ranking-Datenbank wird in 272 Antworten zu Deutschland als Quelle zitiert, öfter als jedes andere Fachmedium. Dort erscheint das PRJ-Pfeffer-Ranking 2026 (Honorarumsatz 2025), für das die Agenturen ihre Umsätze selbst melden. An der Spitze decken sich Umsatz und KI-Sichtbarkeit: fischerAppelt führt beide Listen, Edelman, MSL und Ketchum stehen in beiden unter den ersten fünf. Dahinter gehen die Listen weit auseinander. Die Faktenkontor-Gruppe ist beim Honorarumsatz die Nummer 12 und in der KI die Nummer 87 von 757 genannten Agenturen, OSK Oliver Schrott Kommunikation steht auf 9 und 41. Umgekehrt liegt Schwartz PR beim Umsatz auf Platz 26 und in der KI auf Platz 6, additiv. PR auf 50 und 11. Akima Media und FGS Global stehen in den KI-Top-10, nehmen am Pfeffer-Ranking aber nicht teil.

„Die KI orientiert sich an den Umsatzrankings, aber nicht eins zu eins. Einige Agenturen sind in den Antworten deutlich sichtbarer, als ihre Größe vermuten lässt, andere große Häuser tauchen kaum auf“, sagt Kirstein. „Eine klare Empfehlung gibt die KI dabei selten. Meistens bekommt man eine Shortlist mit fünf, sechs Namen. Für Agenturen ist deshalb vermutlich eher entscheidend, auf diese Liste zu kommen, als auf Platz eins.“
Neben Fachmedien spielen Agenturverzeichnisse eine große Rolle: In 58 Prozent der deutschen Antworten sind Verzeichnisse und Vermittler als Quelle angegeben, Sortlist allein in 36 Prozent. Unter den Fachmedien folgen nach PR-Journal der PR Report (114 Antworten) und HORIZONT (101).
Der Index geht weiter
Aus der ersten Messung wird ein dauerhafter Index. Ab dem 1. November 2026 veröffentlicht aclipp die Ergebnisse monatlich, jeweils zum Monatsersten. Die Rankings für Deutschland, Österreich und die Schweiz, alle Agenturen zum Durchsuchen und die Originalprompts stehen ab sofort unter aclipp.com/de/pr-agencies/ki-sichtbarkeitsindex.
Für die monatliche Messung hat aclipp das Prompt-Set überarbeitet. Einige Fragen der ersten Welle haben Thema und Stadt vermischt, und nicht jedes Thema wurde in allen drei Ländern gleich abgefragt. Das neue Set fragt Themen je Land und Städte getrennt ab, mit fester Gewichtung pro Land. Gemessen wird dann mit den drei meistgenutzten Systemen ChatGPT, Gemini und Claude. Die Septemberwerte sind damit der Auftakt, keine Vergleichsbasis für die folgenden Monate.
„Wie Agenturen in KI-Antworten auftauchen, ist nicht in Stein gemeißelt. Deshalb messen wir dauerhaft, legen Fragen und Methodik offen und zeigen jeden Monat transparent, wo jede Agentur steht“, sagt Kirstein.
Methodik
- Erhebung: aclipp, eigene Messung mit der aclipp-Funktion AI Visibility, ohne Auftraggeber
- Zeitraum: 6. bis 22. September 2026, tägliche Abfrage
- Fragen: 96 typische Suchanfragen nach PR-Agenturen, davon 41 für Deutschland: 19 ohne Stadtbezug (allgemeine Empfehlungen, 16 Themenfelder, ein Sprachtest auf Englisch) und 22 mit Stadtbezug in 7 Städten, darunter als 17. Themenfeld Public Affairs in Berlin. Standort der Abfrage jeweils im Land.
- KI-Systeme: ChatGPT, Claude, Gemini, Mistral und Google AI Mode. Gemini und Mistral an einzelnen Tagen unvollständig. Google AI Overview nur am 6.9., diese Antworten sind in der Datenbasis enthalten.
- Datenbasis: 7.797 ausgewertete Antworten in Deutschland, Österreich und der Schweiz
- Studie und Index: Die Zahlen dieser Mitteilung sind die Ergebnisse der Studie (Welle 1). Auf Basis dieser Daten hat aclipp den dauerhaften KI-Sichtbarkeitsindex aufgebaut. Dafür wurden die Agenturnamen weiter bereinigt, Varianten zusammengeführt und Einträge ohne PR-Bezug entfernt. Ränge und Werte im Index können deshalb von den Zahlen der Studie abweichen.
- Basis Deutschland: rund 1.600 Antworten im deutschen Länderranking (Fragen ohne Stadtbezug), 757 genannte Agenturen
- Auswertung: Agenturnamen per KI-Extraktion (Mistral Small) aus jeder Antwort gelesen, nur was wörtlich im Text steht. Schreibvarianten zusammengeführt; Verzeichnisse, Verbände und Medien zählen nicht als Agentur.
- Sichtbarkeit: Anteil der Antworten, in denen eine Agentur genannt wird. KI-Antworten schwanken von Tag zu Tag, die Werte sind über den gesamten Zeitraum gemittelt.
- Einordnung: Sichtbarkeit ist keine Aussage über die Qualität einer Agentur. Sie zeigt, welche Agenturen die KI-Systeme bei typischen Fragen kennen und nennen.
- Unabhängigkeit: Kundenbeziehungen hatten keinen Einfluss auf Erhebung und Auswertung der Daten.
- Fortsetzung: monatlich zum Monatsersten ab 1. November 2026, mit überarbeitetem Prompt-Set und den KI-Systemen ChatGPT, Gemini und Claude. Die Werte aus Welle 1 sind deshalb nicht direkt mit späteren Monaten vergleichbar.
Rankings, alle Agenturen und Originalprompts: aclipp.com/de/pr-agencies/ki-sichtbarkeitsindex
Hintergrund im Blog: aclipp.com/de/blog/ki-sichtbarkeitsindex-pr-agenturen
Studiendaten (Länderrankings und Prompts): aclipp.com/de/press
Grafiken in hoher Auflösung und das vollständige Datenpaket stellen wir auf Anfrage zur Verfügung. Sascha Kirstein steht für Interviews und Hintergrundgespräche zur Methodik zur Verfügung.
About aclipp
aclipp is the European PR analytics platform that helps communications teams and PR agencies prove what their work achieves, in traditional media and in AI answers. Media monitoring, AI visibility (GEO) and reporting in one workspace, built in Germany. Founded in 2020, the founder-led company works with more than 100 agencies and brands across the DACH region and Europe.
Press contact
Sascha Kirstein, Founder and CEO
hello@aclipp.com
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